Ein besonderes Filmprogramm ist von Donnerstag, 12., bis Sonntag, 15. September 2024, im Kino des DFF und an weiteren Spielorten ist zu sehen: Unter dem Titel „Hello Goodbye“ blickt Karola Gramann auf 25 Jahre Arbeit bei der Kinothek Asta Nielsen zurück.
Die Kinothek Asta Nielsen wurde 1999 in Frankfurt auf ihre Initiative gegründet und wesentlich durch ihr Engagement aufgebaut. Zu den Aufgaben des Vereins gehört, Filme von Frauen – meist auf analogem Filmmaterial – zu suchen, zu dokumentieren, zu archivieren und vor allem auch zu präsentieren. So leistet die Kinothek einen wichtigen Beitrag dazu, Frauen in der Filmgeschichte sichtbarer zu machen.
Im Podcast stellt Karola Gramann diese ganz persönliche Retrospektive vor: Sie erzählt, was sie an den ausgewählten Lang- und Kurzfilmen begeistert, woher die selten zu sehenden Filmkopien kommen und wie sich in dem sorgsam kuratierten Programm die Arbeit der Kinothek der vergangenen 25 Jahren widerspiegelt.
Mehr Infos zum FIlmprogramm: Hello Goodbye – Rückblick auf 25 Jahre Kinotheksarbeit – DFF.FILM
Titelbild: Karola Gramann Ⓒ Gunther Deller
Am 29. Mai 2024 war Schauspieler Mario Adorf zu einem Foyergespräch im DFF zu Gast. Mit 221 Filmen hat er 70 Jahre Filmgeschichte geprägt. In dem Gespräch teilt der 93-Jährige Anekdoten aus seinem bewegten Leben und spricht über seine Filme, seine Karriere und die Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Das Gespräch führte Urs Spörri.
Anm. d. Red.: Im Beitrag heißt es, Mario Adorf sei am 9. Mai 2024 zu Gast gewesen, er war jedoch am 29. Mai 2024 zu Gast.
Am 28. Mai 2023 war Axel Ranisch in der Reihe “Was tut sich – im deutschen Film?” im Kino des DFF zu Gast, um seinen Kinofilm ORPHEA IN LOVE (DE 2022) vorzustellen – eine moderne, packende Neuinterpretation des antiken Mythos von Orpheus und Eurydike.
ORPHEA IN LOVE erzählt die Geschichte von Nele, einer jungen Callcenter-Agentin, die nebenbei als Garderobiere an der Staatsoper arbeitet. Sie verliebt sich in den Streetdancer Kolya. Doch Neles dunkle Vergangenheit bedroht ihre aufkeimende Liebe. Gleichzeitig entdeckt Talentsucher Höllbach ihr Gesangstalent und bietet ihr eine Chance als Opernsängerin.
Im Filmgespräch spricht Axel Ranisch mit Urs Spörri (DFF) über seine Arbeitsweise und seine Visionen, über die Verbindungen zwischen Musik und Film und die Kunstform der Oper und darüber, was es für ihn bedeutet, frei kreativ zu arbeiten.
Die Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ findet monatlich und in Kooperation mit epd film statt.
NEUE STIMMEN. DEUTSCHES KINO SEIT 2000 heißt die neue Ausstellung im DFF, die sich vorgenommen hat zu zeigen, wie anders deutsche Filme in den vergangenen 20 Jahren geworden sind: Sie erzählen Geschichten, die von Erfahrungen in Einwanderungsfamilien geprägt sind, von Fragen der Identität, greifen queerfeministische Themen auf und zeigen Menschen abseits der Mehrheitsgesellschaft. Im Podcastgespräch mit Frauke Haß berichtet Kuratorin Antonia Jungwirth von fünf „Tendenzen“ im jüngeren deutschen Film, die die Ausstellung als „Fokuspunkte“ genauer unter die Lupe nimmt: „Deutsch-Türkisches Kino“, die innovativen, improvisierten und meist ohne hohe Förderung produzierten Filme, die als „German Mumblecore“ etikettiert werden, den Neuen Deutschen Genrefilm, die „Berliner Schule“ sowie „Culture-Clash-Komödien“.
Die ästhetische Vielfalt des italienischen Genrefilms der 1960er und 1970er Jahre (und darüber hinaus) stellt das Festival TERZA VISIONE im Juli zum zehnten Mal vor: Horror-, Polizei-, Gangster-, Abenteuerfilm, Western oder Heist-Movie – alles ist dabei. Andreas Beilharz aus der Kinoabteilung des DFF stellt das Programm im Podcastgespräch mit Frauke Haß vor und berichtet auch über das Werk des Regisseurs Enzo G. Castellari, der seinen Gastauftritt leider absagen musste, aber mit zwei Videobotschaften vertreten ist.
Western, Horror, Sci-Fi: Der im Mai gestorbene US-Regisseur und Produzent Roger Corman machte vor keinem Genre halt und inszenierte dutzende, finanziell sehr erfolgreiche Filme, die in den 1960er und -70er Jahren vor allem auch bei Teenagern sehr gut ankamen. Winfried Günther aus der Kinoabteilung des DFF stellt im Podcastgespräch mit Frauke Haß den überaus fleißigen und sehr effizient arbeitenden Regisseur und Produzenten vor. Dabei geht es auch um seine filmkünstlerisch wegweisenden Werke wie HOUSE OF USHER von 1960.
Die neue Ausstellung des DFF, NEUE STIMMEN. DEUTSCHES KINO SEIT 2000 (19. Juni 2024 bis 23. Februar 2025), zeigt die ästhetische und inhaltliche Vielfalt im deutschen Filmschaffen der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im Podcastgespräch mit Frauke Haß stellt Kuratorin Antonia Jungwirth das Ausstellungskonzept vor, nimmt mit auf einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung und erzählt, welche ihre Lieblingsfilme des deutschen Kinos der vergangenen 24 Jahre sind.
Wie hat das Kino, wie haben einzelne Filme das Werk von Lyriker:innen beeinflusst? Was sind die Wechselwirkungen zwischen den beiden Künsten? Dieser Frage geht die von Gary Vanisian vom Filmkollektiv Frankfurt initiierte und von der Lyrikerin Ronya Othmann kuratierte Filmreihe „Kino & Lyrik“ im Kino des DFF nach. Im Podcastgespräch mit Frauke Haß sprechen die beiden über die Idee hinter der Filmreihe. Othmann hat weitere Lyriker:innen ihrer Generation eingeladen, Filme, die sie besonders beeinflusst haben, vorzustellen. Die Filme, Lesungen und Gespräche sind von Donnerstag, 13., bis Sonntag, 16. Juni, im Kino des DFF und im Mal Seh’n-Kino in Frankfurt zu sehen und zu hören.
Vor 40 Jahren, am 7. Juni 1984 wurde das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt eröffnet, bereits 1949, also vor 75 Jahren wurde in Wiesbaden das Deutsche Institut für Filmkunde (DIF) gegründet. Heute nennt sich die 2006 fusionierte Institution aus Filmmuseum und DIF „DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum“. Das doppelte Jubiläum feiert das DFF am Festwochenende 7. bis 9. Juni mit drei Tagen der Offenen Tür und vielen kostenlosen Angeboten für die Besucher:innen. Im Podcastgespräch von Frauke Haß mit Rudolf Worschech, der Mitte der 1980er Jahre den zweiten Teil der Dauerausstellung mitentwickelt hat und mit Andrea Haller, die 2009-2011 vor der Wiedereröffnung des generalsanierten Deutschen Filmmuseums die neue Dauerausstellung mitkonzipiert hat, geht es unter anderem darum, wie Film als Gegenstand in Ausstellungen gezeigt werden kann und wie sich das über die Jahrzehnte verändert hat.
Das Filmfestival Nippon Connection präsentiert vom 28. Mai bis 2. Juni 2024 zum 24. Mal japanisches Kino in Frankfurt. Im Kino des DFF sind historische Raritäten zu sehen. Florian Höhr, verantwortlich für das Filmprogramm, stellt das Festival und die Reihe im DFF zum japanischen Film Noir vor.
Weitere Informationen: Nippon Connection – 24. Japanisches Filmfestival – DFF.FILM