Filme aus der Zeit vor dem Jahr 2000, die nicht digitalisiert sind, können in den allermeisten Kinos nicht mehr gezeigt werden. Deshalb ist die Digitalisierung älterer Filme wichtig, um sie weiter fürs Publikum zugänglich zu machen. Das von Bund, Land und der Filmförderungsanstalt aufgelegte Förderprogramm Filmerbe (FFE) stellt seit einigen Jahren jährlich zehn Millionen Euro für die Digitalisierung des Filmerbes zur Verfügung. Finanzielle Mittel, die auch das DFF genutzt hat, um Schätze aus seinem Archiv zu digitalisieren. Doch jetzt ist das FFE gefährdet. Es ist nicht sicher, ob es über das Jahr 2028 hinaus Bestand haben wird. Was das für das Filmerbe bedeutet, darüber sprechen Christine Kopf, Künstlerische Direktorin des DFF, und Filmarchiv-Leiter Thomas Worschech im Podcast mit Frauke Haß.
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Alles ist Film – Der Podcast des DFF

Alles ist Film – Der Podcast des DFFZu Gast im DFF-Archiv: Regisseur Volker Schlöndorff
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Volker Schlöndorff war zu Gast im DFF in Frankfurt und hat mit den Sammlungskurator*innen Isabelle Bastian und Hans-Peter Reichmann über seine Sammlung gesprochen, die sich im DFF-Archiv befindet: Wie ist es für ihn, Zeugnisse aus sechs Jahrzehnten Filmschaffen vor sich zu haben? Was bewahrt er von seinen Filmproduktionen auf? Und wie nutzt er selbst sein Archiv?
Spannende Einblicke in die Arbeit an seinem aktuellen Film HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE hat er auch im DFF-Podcast „Filmgeschichte in Objekten“ gegeben, in dem er das Arbeitsdrehbuch des Films vorgestellt hat: https://www.dff.film/podcast-fio-volker-schloendorff/
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Podcast-Cover: Volker Schlöndorff unterschreibt die Glaswand im DFF-Archivzentrum (Foto: Hans-Peter Reichmann)
Von und für Jugendliche und junge Erwachsene: Der LUCAS-Filmclub
Auf Initiative einiger LUCAS-Alumni hin hat sich nach der Festivalausgabe 2024 ein eigener Filmclub gegründet: Einmal im Monat kommen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 20 Jahren seitdem im Kino des DFF zusammen, um gemeinsam selbst ausgewählte Filme zu sichten. Im Anschluss an die Vorstellungen diskutieren sie über das Gesehene, schreiben gemeinsam Filmkritiken und drehen Content für ihren Instagram-Account.
Kurz vor Start der 49. Ausgabe von LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans, die vom 24. September bis 1. Oktober 2026 in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und erstmals in Bad Homburg über die Bühne geht, sprechen Simon Schmidt vom Festivalteam und Filmclub-Mitglied Vincent mit Katharina Popp über die Aktivitäten des Filmclubs und darüber, wie sich dieser in den »Mitmischen!«-Gedanken des Festivals eingliedert.
100 Jahre Caligari FilmBühne
Die Caligari FilmBühne in Wiesbaden feiert im Dezember 2026 ihren 100. Geburtstag. Was viele nicht wissen: Seit Jahrzehnten macht das DFF jede Woche Programm im Caligari, schon seit vielen Jahren immer montags und dienstags. Im Podcastgespräch mit Frauke Haß schildert Kinomacher Andreas Heidenreich, wie alles angefangen hat und welche Überlegungen ihn bei der Programmgestaltung antreiben.
Torgil Trumpler ist der Neue im Filmarchiv
Anfang des Jahres ist Michael Schurig als Teamleiter Analoge Filmsammlung in Rente gegangen. Sein Nachfolger ist Torgil Trumpler, der bereits früher im DFF in verschiedenen Funktionen tätig war und zuletzt bei der Murnau-Stiftung in Wiesbaden gearbeitet hat. Er hat zum 1. Juli seinen neuen Posten angetreten. Anlass, ihn und die Arbeit im Filmarchiv im Podcast einmal vorzustellen. Mit dabei ist auch Thomas Worschech, Leiter des DFF-Filmarchivs.
Cinéma Bis? Facetten des französischen Genrekinos
Cinéma Bis bezeichnet in Frankreich das breite Spektrum des Genrekinos, das sich vom Thriller und Kriminalfilm über den Horrorfilm und das Melodram bis zur Komödie erstreckt. Mit kleinen Budgets und klaren Konventionen – typische Handlungsverläufe, rührende Musiken und drastische Gewaltdarstellung – erobern die französischen B-Filme von den 1950ern bis in die 1970er Jahre den Kinomarkt.
Die Reihe des Filmkollektivs Frankfurt, die von Freitag, 3., bis Sonntag, 12. Juli 2026, im Kino des DFF zu sehen ist, gibt Einblick in verschiedene Facetten des französischen Genrekinos. Zwei Schwerpunkte bilden das Schaffen des Filmkomponisten Philippe Sarde und die französisch-deutschen Beziehungen.
Im Podcast sprechen Lukas M. Dominik, zugeschaltet aus Berlin, und Sebastian Schwittay vom Filmkollektiv Frankfurt mit Laura Heinz (Redaktionspraktikantin, DFF) über die Reihe, die sie gemeinsam mit Christoph Draxtra kuratiert haben.
KI in der Filmbranche
Verschiedene Perspektiven auf das Thema künstliche Intelligenz: eine Kooperation der Podcasts Alles ist Film, Stichwort Drehbuch, MasterCut, FILMREIF und Indiefilmtalk.
Im Beitrag des DFF geht es um die Frage, welche Rolle KI im Filmmuseum spielen kann. Kann KI dazu beitragen, Filmkultur lebendig, vielfältig und zugänglich zu gestalten? Vor welche neuen Fragen – etwa nach Transparenz und Verantwortung – stellt sie Kulturinstitutionen wie das DFF? Über diese Fragen spricht Katharina Ewald (Digital Project Manager, DFF) mit Naima Wagner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DFF).
Diese Podcast-Folge ist eine Kooperation mit:
Indiefilmtalk (indiefilmtalk.de) ist ein seit 2017 bestehender Podcast für Filmschaffende der deutschsprachigen Filmszene. Nach dem Motto „Let’s talk about Filmmaking!“ diskutieren Yugen Yah (Regisseur und Drehbuchautor) und Susanne Braun (Theaterwissenschaftlerin und Moderatorin) alle zwei Wochen mit Gästen aus der Filmbranche. Das Ziel ist herauszufinden, wie die junge deutsche Filmszene tickt und was Filmschaffende von anderen Filmschaffenden lernen können.
Stichwort Drehbuch (stichwortdrehbuch.com | drehbuchverband.de/podcasts) ist der Podcast vom Deutschen Drehbuchverband. Die Hosts sprechen mit Drehbuchautor*innen über Film- und Serien-Drehbücher und alles, was damit zu tun hat. Der Podcast, den es bereits seit 17 Jahren gibt, erscheint alle drei Wochen. Die Hosts sind Oliver Schütte, Autor, Dramaturg, Filmhochschuldozent, Publizist und Produzent, und Frank Zeller, Kameramann und Drehbuchautor.
MasterCut – Wie man Filme macht (youtube.com/@MasterCut) ist der Video-Podcast des Dramaturgen und Drehbuchautoren Ulrich Laven. Er richtet sich vornehmlich an Filmschaffende und erscheint seit 2024 monatlich. In Gesprächen geben Filmemacher*innen Einblick in ihre Arbeit und sprechen über den Einstieg und das Überleben in der deutschen Filmindustrie.
FILMREIF – Filme, Machen und andere Realitätsverweigerungen (youtube.com/@FILMREIF-Podcast) ist der Video-Podcast des Filmkomponisten Fabian Kratzer und des Regisseurs, Kameramanns und Autors Nando Dietz. Mit Gästen aus der Filmbranche sprechen sie über den Alltag des Filmemachens, aktuelle Projekte und Erfahrungen und richten sich damit vor allem an junge Filmschaffende und Quereinsteiger*innen.
Weitere interessante Podcasts:
The Future of Filmmaking (filmmakingfuture.com)
Hinter der Kamera – Der Podcast über Bildgestaltung & Beyond (kamerapodcast.de)
Credit to the Edit (credittotheedit.de)
werkwuerdig (atelier037.de/werkwuerdig)
Filmreihe Robert Redford zum 90.
Der 2025 gestorbene Robert Redford (1936-2025) hätte diesen August seinen 90. Geburtstag gefeiert. Über Jahrzehnte hinweg war er als Schauspieler, Regisseur und Produzent einer der wichtigsten Akteure des US-amerikanischen Kinos. Sein unbestechlicher Charme und seine wandlungsfähige Präsenz ließen ihn in den frühen 1960er Jahren zu einem der größten Stars des New Hollywood aufsteigen, während er seit den 1980er Jahren auch als versierter Regisseur in Erscheinung trat. Neben seinem eigenen Schaffen als Filmemacher setzte sich Redford als Mitbegründer des Sundance Film Festivals und des Sundance Institute maßgeblich für die Förderung von Independent-Produktionen ein. Mit einer Filmreihe mit 15 Filmen aus dem umfangreichen Werk Redfords ehrt das Kino des DFF einen Filmschaffenden, der längst zur Legende geworden ist.
Silhouettenfilme und Ausblick auf die Ausstellung SCHATTEN
Vom 18. November 2026 an zeigt das DFF eine Sonderausstellung, die aktuell den Arbeitstitel „Schatten“ trägt. Die Kuratorinnen Stefanie Plappert und Daniela Dietrich geben im Gespräch mit Redaktionspraktikantin Emma Greß einen ersten Einblick in das Ausstellungskonzept und sprechen in diesem Zusammenhang über die Kunst des Scherenschnitt- bzw. Silhouettenfilms und Filmpionierin Lotte Reiniger.
Das 26. Türkische Filmfestival Frankfurt/M. International im DFF
Vom 14. bis 24. Juni 2026 ist das Kino des DFF Spielort der 26. Ausgabe des Türkischen Filmfestivals Frankfurt/M. International. Gemeinsam mit dem Rechercheprojekt „THE PAST IS NOT ANOTHER COUNTRY: ARCHIVE ANDERS MACHEN“, einer Kollaboration des DFF und des SİNEMA TRANSTOPIA in Berlin, zeigt das Festival eine Auswahl von sechs Filmen aus den 1980er, 90er und 2000er Jahren im Kino des DFF, die neue Perspektiven auf Migration und Filmgeschichte eröffnet. Die Filme sind von den Erfahrungen türkischer Migrant*innen in Deutschland geprägt und nehmen teils mit Humor, teils kritisch Migration und Exil in den Blick. Neben einflussreichen Filmen des sogenannten „deutsch-türkischen Kinos“ sind zudem selten gezeigte Werke zu sehen, die bei Archivrecherchen wiederentdeckt wurden.
Björn Schmitt (Kino-Team, DFF) macht im Gespräch mit Felix Engelhardt (Redaktionspraktikant, DFF) auf zwei Titel besonders aufmerksam: ZWISCHEN GOTT UND ERDE (BRD 1983), ein Dokumentarfilm von Tevfik Başer, der 40 Jahre lang im Archiv schlummerte, und VATANYOLU (Die Heimreise. BRD 1988. R: Enis Günay und Rasim Konyar), ein humorvolles Roadmovie, in dem eine Familie im Kleinbus von Frankfurt aus in die Türkei umsiedeln will, dabei allerdings – zur Freude der Söhne – nicht sehr weit kommt.
Mehr Infos zum Türkischen Filmfestival
Mehr Infos zum Projekt THE PAST IS NOT ANOTHER COUNTRY: ARCHIVE ANDERS MACHEN
Filmdreh in der Schule: das internationale Filmbildungsprogramm CCAJ
Kinder und Jugendliche aus aller Welt nehmen an dem internationalen Filmbildungsprogramm „Le Cinéma, cent ans de jeunesse“ (CCAJ) teil. Sie sichten und analysieren Filme und arbeiten, unterstützt von Filmschaffenden, an eigenen Projekten. Seit 2021 koordinieren der gleichnamige französische Verein und das DFF das Projekt. Vom 8. bis 10. Juni 2026 findet das Abschlussfest statt – zum zweiten Mal in Kooperation mit dem DFF in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden. Rund 300 Kinder und Jugendliche aus Brasilien, Bulgarien, Frankreich, Italien, Litauen, Portugal, Rumänien, Südafrika, Spanien und dem Vereinigten Königreich kommen dann zusammen, um ihre Filme vorzustellen und zu diskutieren.
Im Podcast gibt Filmemacher Adrian Oeser Einblick in das Projekt. Er stand im vergangenen Schuljahr den Schüler*innen der IGS Herder in Frankfurt bei ihrem Filmprojekt unterstützend zur Seite. Er berichtet, wie sie sich dem Jahresthema „Living somewhere (here and elsewhere)” genähert haben und wie aus der gemeinsam entwickelten Filmidee ein Kurzfilm wurde, der nun beim Abschlussfest den anderen Teilnehmenden vorgestellt wird.
Nippon Connection: 26. Festival-Ausgabe mit Nakadai-Retrospektive und neuem Animationsfilm-Preis
Mit 140 Filmen und rund 90 Veranstaltungen präsentiert das Festival Nippon Connection einen Querschnitt durch die vielseitige, aktuelle japanische Film- und Kulturlandschaft. Vom 2. bis 7. Juni 2026 findet das Festival zum 26. Mal in Frankfurt statt. Zu den Spielorten zählt auch wieder das Kino des DFF als Spielort der Sektion Nippon Retro.
Florian Höhr, Programmleiter des Festivals, spricht über die Bedeutung des im vergangenen Jahr gestorbenen Schauspielers Tatsuya Nakadai, dem das Festival eine Retrospektive widmet. Außerdem erklärt er, warum in diesem Jahr erstmals ein Preis für den besten animierten Kurzfilm verliehen wird, und stellt einige Höhepunkte des Film- und des Kulturprogramms vor.
Mehr Infos:
Infos zur Retrospektive im DFF
Infos zum vollständigen Programm
W.I.M. Im Lauf der Zeit: Das kuratorische Team über die Wim-Wenders-Ausstellung im DFF
Anlässlich des 80. Geburtstags von Wim Wenders im vergangenen Jahr haben Isabelle Bastian und Hans-Peter Reichmann (DFF) eine große Ausstellung zu Wenders‘ Werk kuratiert – zuerst in der Bonner Bundeskunsthalle, zusammen mit Kuratorin Susanne Kleine, und jetzt im DFF, mit Fokus auf Wenders‘ filmischem Werk. Im Podcast berichten sie, was die Besucher*innen nun in W.I.M. Im Lauf der Zeit. Eine Wim Wenders Ausstellung (bis 18. Oktober) in Frankfurt erleben können: von der Film-Jukebox, die einen Eindruck von den Drehorten der Wenders-Filme vermittelt, über die immersive Installation, die in die Bild- und Klangwelten der Filme eintauchen lässt, bis hin zu dem von Wenders eingegesprochenen Audioguide, der den Ausstellungsbesuch auf eindrückliche Weise begleitet. Außerdem erzählen sie, was ihnen bei der Präsentation des Werks eines der international bedeutendsten deutschen Regisseure besonders wichtig war und welche ihren liebsten Ausstellungsobjekte und -themen sind.
Mehr Infos zur Ausstellung: https://www.dff.film/ausstellung/wimwenders/
Titelbild: Kuratorin Isabelle Bastian und Wim Wenders in der DFF-Ausstellung W.I.M. Im Lauf der Zeit. Eine Wim Wenders Ausstellung (Foto: Norbert Miguletz)
Das DFF stellt sich neu auf
Die Zukunft des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum ist das Thema des Podcastgesprächs, dass DFF-Pressechefin Frauke Haß mit Christine Kopf und Tobias Römer, Künstlerische Direktorin und Verwaltungsdirektor des DFF, geführt hat. Die Institution ist nämlich gerade dabei, sich in einem Prozess der Strategischen Neuausrichtung neu aufzustellen. Alle Abteilungen sind beteiligt und erarbeiten gerade Konzepte, wie sie ihre Arbeit in Zeiten knapper Kassen und schrumpfender Ressourcen effizient verrichten können.
26. goEast-Filmfestival: Im Gespräch mit Festivalleiterin Rebecca Heiler
Vom 21. bis 27. April 2026 präsentiert das vom DFF veranstaltete goEast-Festival die Vielfalt des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden und Umgebung. Wenige Wochen vor dem Start der 26. Edition gibt die neue goEast-Leiterin Rebecca Heiler einen Einblick in das Programm ihrer ersten Festivalausgabe.
Alle Infos zum Festival: www.filmfestival-goeast.de