Wie kamen die Bilder schon vor der Erfindung des Kinos, 1895, in Bewegung? Der Podcast wirft dazu einen Blick in die Dauerausstellung des DFF, wo Thomas Worschech, Leiter des Filmarchivs und der Gerätesammlung, im Gespräch mit Frauke Haß die Laterna Magica vorstellt, die Zauberlaterne, mit der Rezitator:innen seit dem 17. Jahrhundert in öffentlichen Vorführungen Geschichten erzählten.
Über hybride Raumgestaltung und über die Kunst, gute Stories zu erzählen, diskutieren DFF-Projektleiterin Katharina Ewald und Sebastian Oschatz, Geschäftsführer von MESO Digital Interiors, im zweiten Podcast zum Projekt Constellation 2.0 mit Susanne Hemmerling. MESO, Frankfurter Dienstleister für digitale Medien, liefert das technische Knowhow für das Projekt, das zum Ziel hat, den Museumsbesuch ins Digitale zu erweitern. Dabei muss MESO gleich mehrere Herausforderungen meistern: Wie können die in den Archiven verborgenen Sammlungsschätze sichtbar gemacht werden, und wie die zahlreichen hochwertigen Vermittlungsangebote einbezogen werden, die es im DFF gibt? Dabei steht die sogenannte User Experience im Mittelpunkt, also die Frage danach, wie unterschiedliche Typen, von Museumsbesucher:innen, vom „Explorer“ bis zum „Recharger“, eine Ausstellung erleben.
Zu Beginn des Jahres 2022 hat Dr. Eva Hielscher die Leitung der drei Sammlungseinrichtungen des DFF übernommen: das Archiv- und Studienzentrum in Frankfurt, das in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt untergebrachte Textarchiv mit Bibliothek sowie das Bildarchiv in Wiesbaden. Die Filmwissenschaftlerin, Kuratorin und Filmarchivarin hat mehrere Jahre in audiovisuellen Museen, Filmarchiven und Universitäten im In- und Ausland gearbeitet.
Im Podcast erzählt sie, wie sie zum Film kam und was sie im Zuge ihrer Universitäts- und Berufslaufbahn in die Niederlande, nach Belgien, in die Schweiz und schließlich nach Frankfurt ans DFF gezogen hat. Sie spricht darüber, welche Aufgaben ihr als Sammlungsleiterin bevorstehen und welche Ideen sie für die Zukunft der Sammlungen im Hinblick auf Erweiterung, Archivierung, Zugänglichmachung und Präsentation hat.
Ulrich Matthes gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler seiner Generation. Von 2019 bis 2022 war er Präsident der Deutschen Filmakademie. Das Kino des DFF ehrte Matthes mit einer Carte Blanche: Im März 2022 präsentierte er jene Werke aus der Filmgeschichte, die ihn besonders geprägt haben. Urs Spörri (DFF) sprach mit Ulrich Matthes über seine Filmauswahl, die Themen, die ihm dabei besonders wichtig waren, und über seinen persönlichen Werdegang.
Yugen Yah ist Filmemacher, Autor und Podcaster. Zusammen mit Susanne Braun macht er den erfolgreichen Podcast Indiefilmtalk (indiefilmtalk.de), in dem er mit Gästen über das Filmemachen diskutiert. Im DFF-Podcast spricht er über seinen Werdegang, seine Filmprojekte und die deutsche Filmbranche. Dabei geht es auch um die Bedeutung des kollaborativen Arbeitens und des kollegialen Wissenstransfers sowie seine Begeisterung für das Geschichtenerzählen, die nicht auf das Medium Film beschränkt ist. Außerdem erklärt er, wieso er den Podcast Indiefilmtalk gestartet hat, welche Themen ihm wichtig sind und was ihn antreibt, immer wieder mit anderen Filmschaffenden in den Austausch zu gehen.
Sie ist der Sehnsuchtspunkt jedes Katastrophenfilms: die Idylle. Mit ihr fangen sehr viele Werke des Genres an, um den Kinobesucher:innen gleich deutlich zu machen, was bei einer eintreffenden Katastrophe auf dem Spiel steht. Im Podcastgespräch mit Frauke Haß erläutert Stefanie Plappert, Kuratorin der Ausstellung „KATASTROPHE. Was kommt nach dem Ende?“ (noch bis 22. Mai 2022), wie sich im Katastrophenfilm alles auf die gefährdete Idylle oder das verlorene Paradies bezieht.
Was passiert, wenn scheinbar weit voneinander entfernte Museumsobjekte im digitalen Raum zueinander in Beziehung gesetzt werden? Projektkoordinatorin Katharina Ewald erläutert im Podcastgespräch mit Susanne Hemmerling das Projekt Constellation 2.0.
Three film students from Jos, Nigeria, were visiting the DFF in Frankfurt, Germany, and Goethe-University in winter 2021/22. They are the first Masterstudents from the joint program of University of Jos and the Nigerian Film Institute “Film Culture and Archival Studies”, the first master program in film archiving and film culture in Africa. The M.A. is based on the joint Frankfurt master “Film Culture – Archiving, Programming and Presentation” of Goethe-University and DFF. Frauke Haß talks to Stephen Onucheojo Okoh, Nnenna Emily Ukoh and Okorocha Collins Chinedu about their experiences in Frankfurt and Wiesbaden: What they learned about film and archiving, what they were surprised of, what were their favourite activities and their favourite food!
„Españoles, Franco ha muerto“ / „Spanier, Franco ist tot!“ – Nach 39 Jahren Diktatur fand im Jahr 1975 die lang ersehnte Öffnung Spaniens auf politischer, sozialer und kultureller Ebene statt. Im Kino der spanischen Transición gab es nun nicht nur die Möglichkeit, mit den moralischen Altlasten auch die Hüllen fallen zu lassen. Es wurde Raum frei für ein differenzierendes Nachdenken über etablierte Geschlechterrollen und Genderfragen. Svetlana Svyatskaya vom Filmkollektiv Frankfurt spricht mit DFF-Redakteur Tobias Hüser über die Filmreihe „Progresivo Subversivo – Sozialer Wandel im Kino der spansichen Transición“, die noch bis zum 16. April im Kino des DFF zu sehen ist. Svyatskaya hat die Reihe kuratiert und gibt einen Einblick in die Auswahl der Filme, die spanische Filmszene der damaligen Zeit und welche Filme nach Aufhebung der franquistischen Zensurgesetze entstehen konnten.
Was heißt es eigentlich konkret, wenn das DFF jedes Jahr Filme, die nur auf analogem Filmmaterial vorliegen, digitalisiert? Louise Burkart, die im Filmarchiv Digitalisierungen von Filmen betreut, erläutert den Vorgang in diesem Podcastgespräch mit Frauke Haß. Anlass ist die Anschaffung der „Quadriga“ für das Filmarchiv im vergangenen Jahr.